Ponke Urban
30. Mai 2017 | Mering Aktuell

Spatenstich für den Anbau der Sozialstation

Finanzierung für die dringend nötige Erweiterung und den Umbau des bestehenden Gebäudes ist gesichert

Bilder

Mering (ike) | Der Bau sichere die Zukunft für die sich massiv verändernden Aufgaben im ambulanten Bereich, hieß es beim Spatenstich für die Erweiterung der Meringer Sozialstation.
Noch in dieser Woche wird Bauunternehmer Franz Ditsch mit den Aushubarbeiten beginnen und seinen Part bis zur Bodenplatte bis Ende Juni fertig gestellt haben. Bis November soll dann in dem an die jetzigen Räumlichkeiten angrenzenden Gartengrundstück das gut 200 Quadratmeter großes zweigeschossiges Gebäude in Holzständerbauweise errichtet werden, wie Karl-Heinz Brunner, zweiter Vorsitzender der Ambulanten, Auskunft gab.
Die Finanzierung der Kosten von rund einer halben Million Euro seien Dank der Zuschüsse gesichert, betonte Pfarrer Thomas Schwartz. Wie erhofft, gibt es 125000 Euro von der Stiftung Deutsches Hilfswerk aus dem Zweckertrag der Fernsehlotterie. Weitere 85000 Euro kommen aus den Kommunen im Wirkungsbereich der Sozialstation, die das ehrgeizige Vorhaben zur Zukunftssicherung der Sozialstation mit zwei Euro pro Einwohner unterstützen. Es sei für ihn keine Frage gewesen, diese Unterstützung zu gewähren, betonte Merings Bürgermeister Hans-Dieter Kandler und auch Merchings ebenfalls beim Spatenstich anwesender Bürgermeister Martin Walch nickte zustimmend.
Die Leistung des ambulanten Dienstes der Sozialstation, die größte von 15 Einrichtungen im Landkreis, wird allgemein anerkannt und geschätzt. Klaus Mayinger erinnerte an seinen Einstieg als Geschäftsführer der Sozialstation im Jahr 1998, als der erste Bau in der Lechstraße errichtet wurde. „Beim Wechsel aus dem alten Kloster in den 311 Quadratmeter großen Neubau sprachen viele davon, dass die Räumlichkeiten viel zu groß seien, jetzt platzen wir aus allen Nähten".
Bedingt durch den demografischen Wandel gibt es immer mehr alte und kranke Menschen, die so lange wie möglich zuhause gepflegt werden wollen. Schon jetzt versorgt die Sozialstation mit etwa 70 Mitarbeitern regelmäßig gut 550 Patienten in 16 Gemeinden rund um Mering und im Landkreis Fürstenfeldbruck und Landsberg. Dazu kommen aber weitere Dienstleistungen im Betreuungsbereich, wie Pfarrer Thomas Schwartz als Vorsitzender der Ambulanten Kranken- und Altenpflege erläuterte. Auch die Beratung von Pflegekunden nehme einen immer größeren Rahmen ein.
Mit der Erweiterung der Räumlichkeiten gebe es zudem die Möglichkeit, die Angebote der Sozialstation auch in Richtung gesellschaftlichen Miteinanders im unmittelbaren Lebensumfeld alter und kranker Menschen auszubauen. Hier kooperiert die Sozialstation auch mit dem Meringer Bürgernetz, einem Kuratorium der Ambulanten. Die Ambulante Alten- und Krankenpflege ist seit der Übernahme durch die Caritas zwar nicht mehr der Trägerverein der Sozialstation, aber nach wie vor der größte Förderer und zudem Besitzer des Gebäudes.. Als solcher sei man bereit, für die Finanzierung des An- und Umbaus der Sozialstation einen Kredit von 200000 Euro aufzunehmen, erklärte Pfarrer Schwartz als Erster Vorsitzender der Ambulanten. Für die Restsumme wird auf Rücklagen zurückgegriffen.



UNTERNEHMEN DER REGION