Ponke Urban
04. Juli 2017 | Mering Aktuell

Mering feiert seine Freundschaft mit Karmiel

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Mering (hesep) | Die Besucher zeigten beim 4. Israelfest ihre Begeisterung für die hebräische Popmusik und informierten sich über das Land und seine Bewohner an verschiedenen Ständen. Kulinarisch verwöhnte sie der Meringer Koch Daniel Kauth.
Etwa 300 Gäste genossen den bereits 4. Israeltag in Mering beim Alten Wasserhaus mit Folkmusik der jungen Augsburger Band Blue Macaw und ihren mitreißenden hebräischen Liedern. Sie ließen sich israelische Speisen oder Kaffee und Kuchen schmecken und genossen im Freien den Ausklang mit internationaler Musik und einem gemeinsamen Tanz. Organisiert hatte das Fest die Arbeitsgemeinschaft Städtefreundschaft Mering-Karmiel und der Kulturbeauftragte der Gemeinde. Landesfahnen an den Wänden und in Gläsern auf den Tischen verdeutlichten die enge Verbundenheit von Mering mit der israelischen Freundschaftsstadt Karmiel, die 3755 Kilometer von der Marktgemeinde entfernt in der Nähe des Sees Genezareth liegt. Bis aus München, Augsburg, Kempten und Thierhaupten kamen die Gäste, um den Israeltag gemeinsam zu begehen. Günter Wurm aus Unterbergen, Initiator der Städtefreundschaft, erinnerte in seiner Ansprache, dass alles mit zwei Jugendbegegnungen begonnen hatte. Er sprach über seine übergroße Freude, als der 1. Bürgermeister und die Marktgemeinderäte im Oktober 2014 einstimmig zu seiner geplanten Städtefreundschaft mit Karmiel zugestimmt hatten. Dem Meringer Kulturbeauftragten dankte er für die alleinige Organisation des Nachmittags, dem Koch Daniel Kauth für die Zubereitung eines typischen Vorspeisentellers.
Schirmherr war 1. Bürgermeister Hans-Dieter Kandler; er freute sich, dass das Alte Wasserhaus voll besetzt war und auch vier Marktgemeinderäte außer ihm gekommen waren. Die Opernsängerin Pnina Goshen begrüßte er als ständige Vertretung von Karmiel in Mering. Für das Wachsen der Freundschaft sei ein regelmäßiger Israeltag notwendig, sagte er. Vor allem in diesen Zeiten gewännen menschliche Beziehungen immer mehr an Bedeutung, betonte er noch. Dr. Dieter Münker von der deutsch-israelischen Gesellschaft Augsburg erinnerte an die Gründung der Organisation vor 51 Jahren, die zu einem freundschaftlicheren Bild Deutschlands?–?Israel beigetragen hätte. Katja Tsafrir vom jüdischen Nationalfonds KKL konnte bereits über 130 Bäume im Mering-Hain vermelden. Sie erinnerte daran, dass Israel zu 60 Prozent aus Wüste bestehe und dringend noch mehr Bäume brauche. „In Israel leben übrigens die gesündesten und glücklichsten Menschen der Welt", verriet sie. Charlotte Gavish von Macabi München, Udo Lehavi von Keren Hayesod, der das herrliche Aletschko-Konzert im November für Mering ermöglichte, und Christian Seebauer, Autor des Buches „Israel Trail mit Herz" in 3. Auflage waren ebenfalls beim Israelfest anzutreffen.
Stimmgewaltig und unterstützt durch seine zwei Orchesterkollegen vom Theater Augsburg, Geeta Abad an der Violine und Mehmet Yücel an der Bratsche, trat Tenor Chris Busietta mit seiner Folkband Blue Macaw auf die Bühne. Der jüdische Tenor Yoed Sorek begann gemeinsam mit Pnina Goshen, Annemarie Wurm und Blue Macaw mit dem bekannten Lied „Jerusalem of Gold", bevor er mit Susanna Klovsky am Klavier jüdische Popmusik zum Besten gab. Zuletzt rief er mit dem Titel „Shalom" zur Aufrechterhaltung des Friedens auf. Bei arabischer und irischer Musik, geboten von Patricia Fleig und Aras Mustafa, genossen die verbliebenen Gäste gemeinsam im Garten die letzten Sonnenstrahlen zum Abschluss eines besonderen Tages.
Als Zeichen der Freundschaft mit Karmiel werden für den „Mering Hain" gerne weitere Spender von Bäumen (je Baum 18 Euro) gesucht. Die Überweisung sollte unter dem Stichwort „Mering Hain" an den Jüdischen Nationalfonds e.V., IBAN DE18?5003?3300?1005?0070?80, Santander Bank, erfolgen.

Alle Informationen unter www.jnf-kkl.de.


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