Ponke Urban
| Meringer Gemeindeseite

Ein ZukunftsBecher für die Marktgemeinde

Seit Anfang Dezember ist der nachhaltige Becher für Kaffee erhältlich.

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Petra von Thienen (zweite von links) hatte die Idee eines wiederverwendbaren Bechers für Mering. Um diese zu verwirklichen, halfen ihr die Mitglieder des Bündnisses für Nachhaltigkeit Rudi Kaiserswerth (links), Esther Obst-Kennedy (zweite von rechts) und Michael Dudella. Ab Dezember ist der ZukunftsBecher erhältlich und kann beispielsweise im Café Schwab mit Kaffee befüllt werden. Foto: hesep

Petra von Thienen (zweite von links) hatte die Idee eines wiederverwendbaren Bechers für Mering. Um diese zu verwirklichen, halfen ihr die Mitglieder des Bündnisses für Nachhaltigkeit Rudi Kaiserswerth (links), Esther Obst-Kennedy (zweite von rechts) und Michael Dudella. Ab Dezember ist der ZukunftsBecher erhältlich und kann beispielsweise im Café Schwab mit Kaffee befüllt werden. Foto: hesep

Mering (hesep) | Ragnar Neubauer kommt gerade aus Augsburg zurück und holt sich bei der Bäckerei Knoll einen Coffee-to-go.
Normalerweise trinkt er seine Tasse Kaffee zu Hause, aber heute hatte er unterwegs spontan den Wunsch auf ein koffeinhaltiges Heißgetränk. „Wenn ich täglich unterwegs Kaffee trinken würde, würde ich mir diesen neuen ZukunftsBecher kaufen“, verrät er. Das Bündnis für Nachhaltigkeit entschied sich aufgrund einer Idee Petra von Thienens beim ZukunftsForum im Januar für die Einführung eines wiederverwertbaren Bechers. Bereits ab Dezember kann der Becher aus Bambus, der kompostierbar, spülmaschinenfest, stabil und auslaufsicher ist, telefonisch bestellt oder beim Weihnachtsmarkt und weiteren Ausgabestellen, die in Kürze auf der Website des Bündnisses veröffentlicht werden, gekauft werden. Er ist mit dem Logo des Bündnisses für Nachhaltigkeit – dem Meringer Wappen, das durch drei schützende Hände umrahmt wird – bedruckt und wird zum Selbstkostenpreis von 12,90 Euro abgegeben. Die erste Auflage beträgt 144 Stück.
„Den nachhaltigsten Kaffee trinkt man zu Hause, das tut der Seele, dem Geldbeutel und der Umwelt gut“, schmunzelt Rudi Kaiserswerth. Gemeinsam mit Michael Dudella kümmerte er sich um die Umsetzung der Idee eines eigenen Coffee-to-go-again-Bechers für die Marktgemeinde. Der Becher wurde bereits vom Weltladenverband Neumarkt eingeführt und bei einem Telefongespräch empfohlen. Die Initiative für einen solchen wiederverwendbaren Becher geht von der Münchner Umweltaktivistin Julia Post aus. Schon im Mai 2017 nahmen bundesweit 400 Betriebe daran teil, darunter auch Starbucks, McDonalds und Tchibo, die ihren Kunden Rabatt gewähren, wenn sie ihren eigenen Becher dabei haben. Einige Städte wie Freiburg haben in vielen Cafés und Bäckereien ein Pfandsystem eingeführt. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen Petra von Thienen ärgerte sich schon lange über den vielen Müll, der durch weggeworfene Kaffeebecher aus Pappe entsteht. In Deutschland landen derzeit 320.000 Becher pro Stunde im Müll. Geplant war es, die Münchner Initiatorin Julia Post für den Meringer ZukunftsMarkt im Juni zu gewinnen. Da es ihr zeitlich nicht möglich war, entschied sich das Bündnis für Nachhaltigkeit für das Projekt „Müllvermeidung und verpackungsfreies Einkaufen“. Esther Obst-Kennedy machte sich im Juli auf den Weg und befragte 30 Geschäfte in Mering. Alle erklärten ihre Bereitschaft, dass Kunden unter Beachtung der geltenden Hygienevorschriften ihre eigenen Mehrweg-Behälter mitbringen können. Die Liste aller Geschäfte findet man im Beitrag „Einweg ist kein Weg“ auf der Internetseite www.mering.info . Auch die Bäckereien und der Bioladen natufit sind dabei. In der Bäckerei Schwab holen sich viele junge Mütter, die mit dem Kinderwagen unterwegs sind, aber auch männliche Kunden auf dem Weg zum Zug gerne einen Kaffee im Pappbecher. Die Verkäuferinnen Sabine Kufner und Heike Reitinger sagen, dass sie Kunden mit eigenem Becher gerne bedienen. Sie begrüßen die Einführung des ZukunftsBechers für Mering.
Info: Der ZukunftsBecher kann bei Petra von Thienen unter 0157 714 67466 bestellt werden (entweder auf die Mailbox sprechen oder eine Textnachricht mit Angabe von Telefonnummer oder E-Mail-Adresse senden).