Ponke Urban
| Friedberger Gemeindeseite

Auch die Technik muss stimmen

Neue Narkosegeräte im Krankenhaus Friedberg sorgen für mehr Sicherheit

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(v. l.) Dr. Norbert Schneider, der Chefarzt der Abteilung Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, der Leiter der Intensivmedizin Stefan Strehle, sowie der zweite Bürgermeister Richard Scharold, Landrat Dr. Klaus Metzger und der Geschäftsführer des Krankenhauses Friedberg Dr. Krzysztof Kazmierczak freuen sich über die neuen Narkosegeräte im Krankenhaus Friedberg. Foto: rotp

(v. l.) Dr. Norbert Schneider, der Chefarzt der Abteilung Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, der Leiter der Intensivmedizin Stefan Strehle, sowie der zweite Bürgermeister Richard Scharold, Landrat Dr. Klaus Metzger und der Geschäftsführer des Krankenhauses Friedberg Dr. Krzysztof Kazmierczak freuen sich über die neuen Narkosegeräte im Krankenhaus Friedberg. Foto: rotp

Friedberg (rotp) | Dem Patienten reicht es heute nicht mehr, sich einer Person mit sehr guter Ausbildung anzuvertrauen. Auch die Technik muss stimmen. Deshalb hat der Landkreis in neue Narkosegeräte im OP der Kliniken an der Paar investiert. Davon profitieren die Patienten seit Herbst. Insgesamt kostete die Ausstattung der Operationssäle 175.000 Euro.
Bei einem Pressetermin wurden die neuen Narkosegeräte nun erstmals vorgestellt. Die Vorteile: Diese Geräte erleichtern die Arbeit der Narkoseärzte und sie sind sparsamer und schonender für die Betroffenen. Es kann vor allem besser dosiert werden – je nach Patient und Zustand. Insgesamt sind nun acht mögliche Beatmungsformen möglich.
Die alten Anästhesiegeräte leisteten bis zu 30 Jahre ihren Dienst. Nun musste man jedoch handeln und für Ersatz sorgen, da die Hersteller den Service für diese Modelle eingestellt haben. Die alten Geräte werden aber nicht weggeschmissen. Sie werden künftig in Einrichtungen, die nicht den hohen Anforderungen des Medizinprodukte-Gesetzes unterliegen, wie zum Beispiel Tierarztpraxen, ihren Dienst leisten.
Die Auswahl der neuen Geräte erfolgte im Rahmen einer limitierten Ausschreibung. Die Firma General Electric erhielt bei fast gleichem Preis den Zuschlag für die sechs neuen Narkosegeräte. „Sie kommen nun in den drei Operationssälen und den drei Außenarbeitsplätzen des Krankenhauses Friedberg zum Einsatz“, so Dr. Norbert Schneider, der Chefarzt der Abteilung Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie. „Mit Hilfe der modernen Technik kann die maschinelle Beatmung unter der Anästhesie noch besser der Lungenfunktion des Patienten angepasst werden. Zusätzliche Überwachungsfunktionen optimieren die Sicherheit. Zudem ermöglichen die neuen Geräte einen geringeren Narkosemittel-Verbrauch.“ Vor ein paar Monaten hat man im OP in Friedberg auch die in die Jahre gekommenen Monitore zur Herz-Kreislauf-Überwachung ausgetauscht. Entschieden hat man sich für Monitore von Mindray, die qualitativ hochwertig sind. Damit können lebenswichtige Organfunktionen besser kontrolliert werden, und die Sicherheit der Patienten wird erhöht.
Auch am Standort in Aichach werde die gleiche Technik künftig eingesetzt, wenn der Ersatzneubau fertig ist, versichert Landrat Dr. Klaus Metzger. So können Wartungskosten reduziert werden und man kann Verbrauchsmaterial einsparen. Die Beschränkung auf wenige Gerätetypen erleichtert auch für das Personal die Bedienung.